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MRT mit ICD/HSM

Untersuchungsverfahren Lange Zeit war eine MRT-Untersuchung für Träger von Herzschrittmachern (HSM) nur bedingt bzw. für Träger von Defibrillatoren (ICD-Implantate) nicht möglich. Nachdem aber bereits vor einigen Jahren die ersten MRT-tauglichen Herzschrittmacher entwickelt wurden, gibt es nun auch MRT-fähige Defibrillatoren. In der Kardio-Diranuk liegen ideale Bedingungen vor, um Patienten mit einem MRT-fähigen Herzschrittmacher oder Defibrillator gemäß der erforderlichen Sicherheitsbestimmungen ambulant zu untersuchen.

Die Praxis vereint Kardiologen und Radiologen „unter einem Dach“ und stellt damit im ambulanten Bereich eine einmalige Kooperation in Ostwestfalen-Lippe dar.
Einen ersten Hinweis auf die MRT-Tauglichkeit des Herzimplantates finden Patienten in Ihrem Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Ausweis.
Vor der Untersuchung wird dann durch die Kardiologen genau geprüft, ob der Implantat-Träger alle Bedingungen erfüllt, damit er im MRT untersucht werden kann:

  • Der Patient darf kein herkömmliches Implantat tragen, sondern benötigt einen vom Hersteller zertifizierten MRT-tauglichen Defibrillator oder Herzschrittmacher mit ebenfalls MRT-geeigneten Sonden. Wichtige Informationen bezüglich der MRT-Tauglichkeit des Implantates erhält der Kardiologe aus dem entsprechenden Herzschrittmacher- oder Defibrillator-Ausweis des Patienten.
  • Es dürfen keine weiteren kardiologischen Implantate wie z.B. stillgelegte Elektroden im Brustkorb vorhanden sein.
  • Der Herzschrittmacher bzw. der Defibrillator muss bestimmte Prüfwerte erfüllen (z. B. Reizschwelle, Elektrodenimpedanz, Ladezustand der Batterie)
  • Es müssen mindestens 6 Wochen seit der Implantation bzw. Sondenrevision vergangen sein.
  • Gegebenenfalls müssen Einschränkungen aufgrund eines unzulässigen MR-Organuntersuchungsbereichs beachtet werden.

Untersuchungsablauf

  • Am Untersuchungstag wird das Implantat unmittelbar vor der MRT entsprechend umprogrammiert:
    Bei Defibrillatoren deaktiviert der behandelnde Kardiologe die Rhythmusüberwachung des Defibrillators.
    Herzschrittmacher werden in einen speziellen MRT-Modus versetzt.
  • Die MRT-Untersuchung kann dann unter Beachtung von Vorgaben des Implantat-Herstellers (z. B. spezifische Absorptionsrate SAR, ggf. Eingrenzung des Organuntersuchungsbereichs) durchgeführt werden.
  • Während der gesamten Zeit erfolgt eine kontinuierliche kardiologische Überwachung durch EKG und Pulsoxymetrie (Ermittlung der Sauerstoffsättigung).
  • Eine Notfallausrüstung einschließlich des dafür qualifizierten Fachpersonals steht bereit.
  • Nach der Untersuchung wird geprüft, ob während der MRT-Untersuchung Fehlfunktionen am Implantatsystem aufgetreten sind.
  • Anschließend erfolgt die Reprogrammierung der Implantate zur Wiederherstellung der vollen Funktionalität.
  • Die Kardiologen der Kardio-Diranuk Bad Salzuflen empfehlen zudem nach ungefähr drei Monaten einen Termin zur Kontrolle des Implantates.